Mit gleichmäßigen Schritten ans Ziel – dies ist nicht nur eine Bergsteigerweisheit, sondern spielt auch bei finanziellen Anlagen eine tragende Rolle. Die Entlastung – etwa durch das Bürgerentlastungsgesetz – lässt sich hervorragend nutzen, um beispielsweise die eigene Altersvorsorge oder den Aufbau von Vermögen zu forcieren. Auch wenn sie in manchem Haushalt nur ein paar Hundert Euro im Jahr ausmacht, kann man auch mit kleinen Schritten eine Menge Geld ansparen. Konstanz ist dabei das Geheimnis des Erfolges. Zum Beispiel bei der Altersvorsorge: Es ist oft nicht sinnvoll, seine meist magere gesetzliche Rente in einem großen Gewaltakt aufbessern zu wollen. Lieber sollten Anleger Monat für Monat mit kleinen Anlagebeträgen von 25 Euro und mehr ihre finanzielle Lücke schließen. Über viele Jahre kann so ein Vermögen entstehen.
KONKURRENZLOSER WERTZUWACHS
Fondssparpläne sind in dieser Form des Vermögensaufbaus fast unschlagbar. Nach Angaben des Fondsverbandes BVI können Fonds gerade langfristig ihr Renditepotenzial ausspielen. Auf 30-Jahres-Sicht beeindruckten deutsche Aktienfonds mit 7,0 Prozent Rendite pro Jahr, Aktienfonds mit internationalem Schwerpunkt verbuchten im Schnitt einen Wertzuwachs von 7,4 Prozent jährlich. Auch Mischfonds überzeugten über lange Anlagezeiträume: Ausgewogene Euro-Mischfonds erwirtschafteten über 30 Jahre 7,5 Prozent pro Jahr. Besonders beim Sparen mit Aktienfonds gilt: Langer Atem zahlt sich aus. Auf Dauer mildern sich zwischenzeitliche Börsenschwächen deutlich ab. So lagen die jährlichen Renditen von Aktienfondssparplänen mit deutschem Anlageschwerpunkt bei 30-jährigen Sparplänen zwischen 5,2 Prozent (Ende März 2009) und 12,9 Prozent (Ende März 2000).
„Für langfristige Sparprozesse sind Fondssparpläne ohne Alternative“, betont deshalb Andreas Fink vom BVI. Und weiter: „Sie eignen sich besonders gut, um für die eigene Altersvorsorge oder auch für die Ausbildung der Kinder oder Enkelkinder zu sparen.“
Dafür könne durch relativ geringe Sparbeträge vorgesorgt werden.