Wer sein Geld auf das Sparbuch legt, vernichtet es auf Raten, denn der gebotene Zins liegt oft deutlich unter der Inflationsrate. Sparer verschenken somit Zinserträge in Milliardenhöhe.
Geld sparen durch persönlichen Finanz-Check
Auch wenn Sicherheit bei den Deutschen ganz oben auf der Agenda steht, sollte diese nicht mit einem Sparbuch verwechselt werden,. Denn das Sparbuch ist weder für die Altersvorsorge noch als sicherer Hafen für die Ersparnisse geeignet. Tagesgeldkonten bieten bei gleicher Sicherheit meist mehr Rendite und hohe Liquidität. Und wer kontrollierte Risiken in Kauf zu nehmen bereit ist, fährt mit Fondssparplänen attraktivere Durchschnittsrenditen als der reine „Sparbuch-Sparer“ ein - ebenfalls bei größtmöglicher Liquidität.
Trotz aller Vorzüge - vor allem mit Blick auf die Altersvorsorge - sparen nur 29 Prozent der Deutschen mit Investmentfonds. Das mag zum Teil daran liegen, dass sich viele nicht in der Lage sehen, etwas Geld für die Absicherung im Alter beiseite zu legen. Das ist ein Trugschluss, denn in fast jedem Haushalt schlummern zum Beispiel zu teure, falsche oder überflüssige Versicherungsverträge. Dabei wird viel Geld verschenkt.
Ein privater Finanz-Check durch einen Financial World AG - Berater kann helfen, Geld einzusparen. Dieses eingesparte Geld kann dann für Sie arbeiten, ohne dass Sie quasi einen Cent mehr ausgeben müssten.
Das Sparbuch heißt Sparbuch, weil man es sich sparen kann
Bei Geldanlagen gibt es drei Hauptkriterien: Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit. Sicherheit bietet das Sparbuch zweifellos - insofern die ausstellende Bank dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehört.
Aber bei der Rendite enttäuscht die Traditionsanlage: Zinssätze von weniger als einem Prozent sind keine Seltenheit. Natürlich gibt es auch Anbieter mit höherem Zins. Der Wermutstropfen: Oft gilt der höhere Zinssatz nur für Neukunden oder nur für wenige Monate. Auch beim Kriterium Verfügbarkeit schneidet das Sparbuch schlecht ab: Wenn der Sparer sein Geld plötzlich benötigt, bekommt er in der Regel zunächst nur 2.000 Euro und den Rest nach Ablauf einer dreimonatigen Kündigungsfrist - oder er muss ggf. eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen, welche die ohnehin mageren Zinsen mehr als auffrisst.
Es lohnt sich, nach Alternativen Ausschau zu halten
Ganz gleich, ob man als Anleger Sicherheit, Rendite oder Liquidität am höchsten gewichtet - in jedem Fall gibt es Alternativen, die das Sparbuch übertrumpfen. Die gängigsten Varianten regelmäßiger Einzahlungen werden im Folgenden vorgestellt.
Tagesgeld für sicherheits- und liquiditätsorientierte Zinsjäger
Kunden können beim Tagesgeld jederzeit Geld abheben und brauchen nicht - wie beim Sparbuch - Vorschusszinsen zu berappen, wenn sie über mehr als 2.000 Euro in einem Kalendermonat verfügen wollen.
Aber Vorsicht: In vielen Vergleichstabellen tauchen oft Angebote auf, die nur für Neukunden oder ab einer bestimmten Einlagesumme gelten, oder deren Anbieter nicht dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehören. Diese Einschränkungen müssen zwar kein Hinderungsgrund für eine Anlage sein, aber Sparer sollten sich bewusst sein, dass etwa bei einer Neukundenaktion aus einem Top-Zins nach wenigen Monaten wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Ein Wechsel zum dann besten Anbieter ist zwar fast immer unproblematisch, aber relativ aufwendig.
Fondssparpläne: renditestark und flexibel
Laut Schätzungen des Fondsverbandes BVI gibt es inzwischen rund 10 Millionen Fondssparpläne. Nicht ohne Grund, denn es reicht schon eine kleine regelmäßige Summe, um einen Fondssparplan zu eröffnen. Die meisten Fondsgesellschaften bieten ihren Kunden an, schon ab einer monatlichen Rate von 25, 50 oder 100 Euro ihr Geld in einem Sparplan anzulegen. Fondssparpläne lassen sich jederzeit auflösen, stilllegen oder aufstocken.
Fondssparpläne bieten auf kurze Sicht zwar nicht die Sicherheit eines Sparbuches oder Tagesgeldkontos. Dies relativiert sich aber mit zunehmender Anlagedauer, denn während der Laufzeit nutzt der Anleger den Durchschnittskosteneffekt. Das bedeutet, dass beim Kauf in gleich hohen regelmäßigen Raten der durchschnittliche Kaufpreis sinkt. Der Grund: Steht der Kurs hoch, kauft der Anleger nur wenige Anteile, während bei niedrigen Kursen mehr Anteile erworben werden.
Fiwo-Anlagetipp: Fondssparpläne zur Altersvorsorge
Die Renditechancen von Fondssparplänen hängen von der Ausrichtung und der Strategie des Fonds ab. Die Renditechancen bei vergleichsweise sicheren Geldmarktfonds liegen bei ca. drei bis fünf Prozent jährlich. Rentenfonds weisen leicht bessere Chancen, aber auch temporäre Risiken auf. Die langfristig hohen Renditechancen machen insbesondere Aktienfondssparpläne zu einem Instrument der langfristigen Altersvorsorge.
Bei der Auswahl ist immer die Risikobereitschaft des Anlegers sowie seine Vermögens- und Lebenssituation zu beachten. Deshalb sollten Sie vor dem Fondserwerb stets Experten zu Rate ziehen.