Überall und erst recht im Sommer lauern Gefahren, die wegen des schönen Wetters oft in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Sommerzeit bevorzugte Unfall- und Einbruchszeit. Auch Unwetter können erhebliche Schäden an Haus und Wohnungseinrichtung anrichten.
Dieben und Einbrechern ein Schnippchen schlagen.
Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Betroffen sind dabei nicht nur Villen und einsam gelegene Gebäude, sondern vielfach „normale“ Einfamilien- und Reihenhäuser sowie Wohnungen. Die Diebe schreiten dabei oft tagsüber, bevorzugt zwischen 10 und 14 Uhr, zur Tat. Beliebtester Einstieg: Haus-, Balkon- und Terrassentüren. Selbst geschlossene Fenster sind für Einbrecher kein Problem. Vor den finanziellen Folgen bei Einbruch und Diebstahl schützt die Hausratversicherung.Häufig besteht eine Hausratversicherung schon seit dem Einzug. Versicherungsnehmer müssen darauf achten, die Versicherungssumme von Zeit zu Zeit anzupassen, denn mit den Jahren ändert sich in der Regel der Wert des Hausrats. Tritt dann ein Schadensfall ein und es besteht Unterversicherung, werden Schäden nicht zum sonst üblichen Neuwert ersetzt.Bei der Ermittlung der Versicherungshöhe gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder legt man den Wert des Hausrats genau anhand einer Liste fest oder man wendet die Pauschalmethode an. Dabei setzt der Versicherer einen konkreten Betrag pro Quadratmeter an - meist zwischen 600 und 700 Euro. Mit dieser pauschalen Bewertung ist man im Schadensfall meist auf der sicheren Seite, denn der Schaden wird bis zur vereinbarten Versicherungssumme voll ersetzt.Sollte der Wert des Mobiliars den Pauschalbetrag jedoch über- bzw. unterschreiten, dann kann hingegen eine Auflistung aller Gegenstände sinnvoll sein. Wer sich für die Liste entscheidet, dem darf kein Fehler unterlaufen: Nur Beweismittel wie z.B. Fotos und Rechnungen können bei einer Schadensregulierung helfen.In jedem Fall ist dringend anzuraten, den Deckungsumfang der Hausratversicherung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Hierbei sind Ihnen unsere Experten gern behilflich.
Wenn das Fahrrad geklaut wird
Nur wenige Radfahrer wissen, dass ihr Drahtesel nur selten richtig versichert ist. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach Angaben des Bundeskriminalamtes rund eine halbe Million Fahrräder gestohlen. Die Schadenssumme beläuft sich nach Angaben der Bundesregierung auf 150 Millionen Euro, die Aufklärungsquote liegt unter zehn Prozent. Der Preis für einen Drahtesel dagegen überschreitet nicht selten die 1.000-Euro-Grenze.Deshalb sollten Sie jetzt Ihren Versicherungsschutz überprüfen. Während früher in Hausratspolicen grundsätzlich auch Fahrräder eingeschlossen waren und die Versicherung praktisch jeden Kaufpreis erstattete, haben viele Versicherer wegen der hohen Schadensquote den Fahrrad-Diebstahl ausgeklammert. In vielen Fällen muss das Rad extra versichert werden. Einige Hausratversicherungen decken auch heute noch den Diebstahl des Zweirades ab. Falls nicht, bieten sich spezielle Fahrrad-Versicherungen an.
Wenn die Sonne lockt: Unfallrisiken erkennen und meistern
Im Garten oder auf Ihrem Balkon finden Sie Ruhe und Erholung und feiern Feste. Doch Gefahren sind nicht fern. Pro Jahr ereignen sich rund 200.000 Unfälle allein bei der Arbeit im Freien. Nicht zuletzt leben Kinder im Freien in einem Umfeld unberechenbarer Risiken.
Rund 50 Prozent aller Erziehungsberechtigten sind davon überzeugt, dass ihr Nachwuchs auch dann versichert ist, wenn gar kein gesetzlicher Unfallschutz besteht – nämlich zu Hause, in der Freizeit und überall im Urlaub. Auch Erwachsene sind oftmals nicht ausreichend versichert. Denn die gesetzliche Unfallversicherung zahlt bei einem Unfall während der Freizeit keinen Cent. Dabei verletzen sich im Haushalt und im Garten jedes Jahr mehr als zwei Millionen Menschen.
Fiwo-Tipp: Erwachsene und Kinder sollten eine private Unfallpolice verfügen. Für den Fall einer Vollinvalidität brauchen Sie mindestens 250.000 Euro, denn im Fall der Fälle müssen Sie sich zum Beispiel auch eine Haushaltshilfe leisten können.
Risiko Haftpflicht: Wenn anderen etwas passiert und Sie schuld sind
Ob Fahrradtour oder Besuch bei Freunden, es kann immer zu einer unglücklichen Situation mit schwerwiegenden Konsequenzen kommen. Nach dem bürgerlichen Gesetzbuch haftet man unbegrenzt für Schäden, die man anderen schuldhaft zufügt (z.B. durch Unvorsichtigkeit, Leichtsinn etc.). Der Verursacher muss den Schaden ersetzen. Das gilt für den Radfahrer, der einen Unfall verursacht, genauso wie für den Kunden, der im Porzellanladen eine Vase fallen lässt.
Auch Kinder können für Schäden haftbar gemacht werden
Schadenersatzansprüche gegenüber Dritten können gerade bei Unfällen mit Personenschaden enorme Höhen erreichen. Damit Sie nicht mit dem eigenen Vermögen und künftigen Einkommen haften müssen, ist die private Haftpflichtversicherung unverzichtbar. Sie schützt gegen Alltagsrisiken - und ist gemessen an ihren umfangreichen Leistungen günstig im Beitrag.
Sinnvolle Extras: Haustürschlüssel-Klausel und Ausfalldeckung
Zusätzlich zum Grundschutz bieten einige Versicherer Extras, die je nach individuellem Bedarf interessant sind. Der Verlust des Haustürschlüssels stellt ein Risiko dar, denn teuer wird die Auswechslung von Schlössern, wenn es sich zum Beispiel um einen Zentralschlüssel für ein Mehrfamilienhaus handelt. Die Kosten dafür übernimmt die private Haftpflichtversicherung, vorausgesetzt, dieses Extra ist eingeschlossen.
Auch der Einschluss einer so genannten Ausfalldeckung sinnvoll. Diese schützt vor Verlusten durch Schäden, die Dritte verursacht haben, die aber weder eine eigene Versicherung haben noch Schadenersatz zahlen können.
Wenn Naturgewalten wüten: Wer zahlt den Schaden?
Stürme, Gewitter und Hochwasser werden auch in der nächsten Zeit wieder für Millionenschäden sorgen. Wichtig: Es gibt keine Versicherung, die für alle Schäden einspringt. Welche zahlt, hängt vom Einzelfall und von der Ursache ab. So greift entweder die Wohngebäude-, die Kasko-, die Haftpflicht- oder die Hausratversicherung. Und genau diese vier Versicherungen sollte man haben. Das gilt vor allem für Hausbesitzer.
Sturmrisiko mitversichern
Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Haus auf, etwa durch umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer und abgefallene Schornsteine. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Sturmrisiko ausdrücklich mit versichert wurde. Dies trifft in Deutschland jedoch leider nur auf jeden zweiten Wohngebäude-Versicherungsvertrag zu. Hat man die passende Police in der Tasche, dann sind auch Folgeschäden meist kein Problem - zum Beispiel wenn es durch das abgedeckte Dach hereinregnet.
Sturmschäden an der Wohnungseinrichtung sind durch die Hausratversicherung abdeckt. Wer allerdings Fenster oder Türen offen lässt, handelt fahrlässig und geht unter Umständen leer aus. Auch Schäden durch Blitzschlag werden ersetzt. Dazu muss der Blitz jedoch direkt ins Haus oder die Wohnung einschlagen. Gegen Schäden durch Überspannungen bei Blitzeinschlag, die elektrische Geräte in Mitleidenschaft ziehen können, benötigen Sie eine Zusatzversicherung.
Fällt z.B. ein Baum auf Nachbars Grundstück, greift die private Haftpflichtversicherung des Eigentümers. Die zahlt auch, wenn herab fallende Ziegel Passanten verletzen. Fällt ein solcher Ziegel, ein Ast oder Baum jedoch auf ein parkendes Auto, muss die Kaskoversicherung des Halters zahlen. Dies gilt auch für Schäden durch Hagelkörner. Eine Zurückstufung in der Schadenfreiheitsklasse erfolgt dabei nicht.
Problem: Elementarschäden
Kritisch wird es, wenn der Keller oder der Garten überflutet werden, denn Verwüstungen durch Oberflächenwasser gelten als Elementarschäden und versicherungstechnisch damit als Hochwasser. Hier zahlt eine Gebäudeversicherung nur, wenn Sie eine zusätzliche Elementarschadens-Versicherung beinhaltet. Als Elementarschäden gelten Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck oder Lawinen.
Um sich gegen Risiken abzusichern und nicht auf finanziellen Forderungen sitzen zu bleiben, ist jetzt ein Fiancial World-Versicherungs-Check ratsam.
Fiwo-Spartipp: Versicherungspakete sind oft preisgünstiger als die Summe der gewünschten Einzelversicherungen. Vergleichen Sie vor Abschluss die jeweiligen Bedingungen und Preise. Gern übernehmen das unsere Finacial World-Experten für Sie.