Gesetzliche Rentenversicherung

Auch wenn niemand die gesetzliche Rente in 20, 30 oder 40 Jahren voraussagen kann, ist jetzt schon klar: Mit den tatsächlich verfügbaren Beträgen kann keiner den gewohnten Lebensstandard halten. Wer das Rentenniveau der derzeitigen Rentnergeneration (etwa 70 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens) oder sogar ein höheres erreichen will, muss privat vorsorgen. Als Faustformel gilt: Acht bis zehn Prozent des Bruttoeinkommens sollten in die Altersvorsorge fließen. Besser ist es, selbst zu ermitteln, wie groß die eigene Versorgungslücke ausfällt und wie hoch die optimale Altersvorsorge-Sparrate ist. Beispiel: Laut Deutschem Institut für Altersvorsorge (DIA) ist ein Durchschnittsverdiener mit einer monatlichen Versorgungslücke von mindestens 586 € konfrontiert, ein Besserverdiener gar von 1213 €. Um diese Lücke zu schließen, müssten bei einer Verzinsung von 4,5 Prozent 30 Jahre lang rund 435 € (Durchschnittsverdiener: 221 €) pro Monat in die Altersvorsorge fließen.

Berechnen Sie Ihre Altersrente nach heutigem Rechtsstand selbst mit unserem Rentenrechner .

Sollten Sie bereits ein Clearing (Bereinigung) Ihres Rentenkonto erhalten haben, wurde Ihnen Ihre aktuell erreichte Anzahl an Entgeltpunkten mitgeteilt und Sie können auch mit folgender Rentenformel Ihre aktuell erreichte  Rente berechnen.
Sollten Sie bereits kurz vor erreichen Ihres Rentenalters sein, bedenken Sie bitte:
Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur dann eine Rente, wenn Sie die Rente auch beantragen!

Die Rentenformel ist gar nicht so kompliziert, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Vier Faktoren fließen in die Berechnung ein:

E = Entgeltpunkte

Das ist der persönliche Renten-Kontostand. Das Bruttoeinkommen wird für jedes Jahr mit dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten verglichen. Verdient man in einem Jahr genau so viel wie das statistische Durchschnittsentgelt, gibt es einen Entgeltpunkt. Für 2008 beträgt der  Wert 2.485,- € monatlich in den alten Bundesländern und 2.100,- € in den neuen (bzw. ein Jahreseinkommen von 29.820,- € in den alten und 25.200,- € in den neuen Ländern).

Ist das Einkommen niedriger, steht eine Null vor dem Komma, bei höheren Einkommen kommt mehr als ein Punkt aufs Konto. Maximal gibt es 2,1 Entgeltpunkte pro Jahr. Am Ende des Berufslebens werden alle Entgeltpunkte zusammengezählt. Wer in der DDR oder in den neuen Ländern gearbeitet hat, hat dadurch keinen Nachteil, der Verdienst wird über einen für jedes einzelne Jahr festgesetzten Umrechnungsfaktor auf Westniveau hochgerechnet.

Z = Zugangsfaktor

Zeit ist Geld, auch bei der Rente. Wer früher geht, bekommt weniger. Der Zugangsfaktor berücksichtigt diesen Abschlag bei der Berechnung der Altersrente. Wer mit 65 Jahren* in den Ruhestand geht, hat einen Zugangsfaktor von 1,0. Jeder Monat früher senkt die Rente um 0,3 Prozentpunkte. Ein um ein Jahr vorgezogener Renteneintritt kostet also 3,6 Prozent (der Zugangs-faktor beträgt in diesem Fall 0,964). Wer länger arbeitet, kann sich hingegen über mehr Geld freuen.
*schrittweise Anhebung die Regelaltersrente auf zunächst 67 Jahre wurde verabschiedet.  Tabellen

R = Rentenart-Faktor

Er beträgt bei der Altersrente 1. Für andere Rentenarten gelten andere Werte, beispielsweise für die Witwenrente 0,55 oder bei teilweiser Erwerbsminderung 0,5.

A = Rentenwert

Der Rentenwert wird für jedes Jahr neu festgesetzt. Für 2008 beträgt er 26,27 € in den alten und 23,09 € in den neuen Bundesländern.

Die Formel zur Berechnung der Monatsrente lautet E x Z x R x A.

Berechnungsbeispiel:

Ein Arbeitnehmer in den alten Bundesländern hat 45 Jahre lang jedes Jahr genauso viel verdient wie der Durchschnitt aller Beschäftigten. (2008: 2.485,- € mtl. alte Bundesländer / 2.100,- € mtl. neue Bundesländer)
E = 45 x 1        Z = 1        R = 1        A = 26,27 €

Dann beträgt die Monatsrente 45 x 1 x 1 x 26,27 € = 1182,15 €.

Ganz gleich, auf welchem Wege Sie feststellen, daß die gesetzliche Rentenversicherung nicht alleine ausreichen kann, Ihre finanzielle Unabhängigkeit im Alter zu gewährleisten, heute ist ein guter Zeitpunkt, Ihre persönlicheBeratungsanforderung  abzusenden!